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21. März 2026TRANSFORM 2026 in Berlin: Digitalisierung, KI und Verteidigung im Fokus der Zeitenwende
Am Stand von SAP (Foto: Dr. Khalil Dindarian)
Die TRANSFORM 2026, die am 18. und 19. März 2026 in Berlin-Kreuzberg stattfand, setzte ein starkes Signal für die Zukunft der digitalen Transformation in Deutschland.
Eine zentrale Rolle bei der Eröffnung übernahm Dr. Ralf Wintergerst, Präsident des Bitkom e.V., der den Rahmen für zwei Tage voller Impulse, Debatten und strategischer Einordnungen vorgab. Prägend für den Auftakt waren zudem Dr. Roland Busch, CEO der Siemens AG, Bill Anderson, CEO der Bayer AG, sowie Dr. Bettina Orlopp, CEO der Commerzbank AG. In ihren Beiträgen wurde deutlich: Digitale Transformation entsteht heute vor allem durch konkrete Umsetzung, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Ralf Wintergerst und Karin Prien (Foto: Dr. Khalil Dindarian)
Auch politisch war die TRANSFORM 2026 hochrangig besetzt. Zu den prägenden Teilnehmern zählten unter anderem Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter Innovation und Cyber im Bundesministerium der Verteidigung, sowie Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Mit Dr. Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, und Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sprachen zudem drei Mitglieder des Bundeskabinetts auf der TRANSFORM. Ebenfalls vertreten war Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, der dort als Sprecher fungierte und insbesondere Berlins Rolle als Innovationsstandort und Treiber der digitalen Transformation hervorhob.

Zusätzlich zu seinem Auftritt bei der TRANSFORM 2026 war Kai Wegner in diesem Zeitraum auch in weiteren Kontexten der Berliner Politik präsent, unter anderem im Hinblick auf das Wahljahr 2026. Die politische Präsenz insgesamt unterstrich den Anspruch der Veranstaltung, Wirtschaft, Technologie und Staat gemeinsam zu denken.

Kai Wegner (Foto: Dr. Khalil Dindarian)
Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen. Der Vortrag von Generalleutnant Michael Vetter sowie die Diskussion „Software-Defined Defense: Algorithmen für Verteidigungsfähigkeit“ verdeutlichten, dass klassische Strukturen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Gefordert sind modulare, softwarebasierte und interoperable Systeme.
Im Zentrum stand das Konzept der Software Defined Defense: militärische Fähigkeiten sollen flexibler, datengetrieben und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Voraussetzung sind enge Kooperationen zwischen Staat und Industrie, gemeinsame Standards sowie offene Architekturen.
Zugleich wurde deutlich, dass vorhandene Technologien schneller in die Anwendung gebracht werden müssen. Insbesondere Start-ups benötigen besseren Zugang zu Aufträgen und Skalierungsmöglichkeiten. Bestehende Hürden wie komplexe Beschaffungsprozesse und fehlende Anschlussfähigkeit von Pilotprojekten bremsen Innovationen weiterhin aus.
Sicherheitspolitisch wurde der Krieg in der Ukraine als Beispiel hybrider Kriegsführung eingeordnet – eine Verbindung aus klassischen militärischen Mitteln und digitalen Technologien wie Drohnen, Cyber- und Informationsoperationen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eigene technologische Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln.
Ein zentrales Thema war zudem das Zusammenspiel von etablierter Rüstungsindustrie und einer neuen, dynamischen Innovationsökonomie. Während klassische Systeme langfristig entwickelt werden, bringen Start-ups neue Technologien schneller in die Anwendung. Entscheidend ist die Verzahnung beider Ansätze.
Unser redaktionelles Fazit:
Die TRANSFORM 2026 machte deutlich, dass digitale Transformation heute eine gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Staat und Technologie ist – und entscheidend von Tempo und Zusammenarbeit abhängt.
Text/Foto: Dr. Khalil Dindarian
























