Wilhelm Frede: Von den Nazis gequält und in Sachsenhausen 1942 verstorben
16. Januar 2026
Staatsminister a. D. Michael Roth: „Jetzt bin ich frei“
16. Januar 2026
Wilhelm Frede: Von den Nazis gequält und in Sachsenhausen 1942 verstorben
16. Januar 2026
Staatsminister a. D. Michael Roth: „Jetzt bin ich frei“
16. Januar 2026

Tommy Tabor, MdA fordert klare Regeln für die Berliner Spielplätze

Tommy Tabor (Foto: Frank Pfuhl)

Tommy Tabor (AfD) gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der Parlamentarier aus Spandau ist in seiner Fraktion Fachpolitischer Sprecher für Bildung, Familie und Jugend. Wir sprachen mit ihm.

HAUPTSTADTECHO: Sie fordern klare Regeln auf den Spielplätzen Berlins. Damit meinen Sie u. a. Rauch- und Alkoholverbote auf Spielplätzen. Warum stellen Sie diese Forderungen auf?

Tommy Tabor: „Spielplätze sind Schutzräume für Kinder. Orte, an denen sie unbeschwert spielen, lernen und sich entfalten können. Doch die Realität sieht oft anders aus: Zigarettenstummel oder Zigarrenstummel im Sand, leere Flaschen auf Bänken und das Verhalten alkoholisierter oder rauchender Erwachsener wirken nicht nur abschreckend, sondern stellen auch eine direkte Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der Kinder dar. Besonders Kleinkinder sind gefährdet, wenn sie achtlos weggeworfene Kippen oder Glasscherben in die Hände bekommen“. 

HAUPTSTADTECHO: Gibt es weitere Gründe für Ihre Forderungen?

Tommy Tabor: „Alkoholkonsum auf Spielplätzen führt zudem häufig zu enthemmtem Verhalten, zu Lärmbelästigung und zu unsachgemäß entsorgten Flaschen, die zu gefährlichen Scherben werden können. Das Verhalten von alkoholisierten Erwachsenen wirkt auf Kinder beängstigend und kann Familien davon abhalten, Spielplätze überhaupt zu nutzen“. 

Kein Alkoholkonsum auf Spielplätzen! (Foto: Frank Pfuhl)

HAUPTSTADTECHO: Wie geht die Bundeshauptstadt, wie gehen die Bezirke, momentan mit dieser Problematik um?

Tommy Tabor: „Bisher gibt es in Berlin keinen einheitlichen Umgang mit dem Thema, einige Bezirke haben Verbote erlassen, andere setzen auf Appelle oder resignieren angesichts fehlender Kontrollen. Ein Flickenteppich an Regelungen reicht nicht aus, um Kinder wirksam zu schützen. 

Mit der Gesetzesänderung wird endlich Klarheit geschaffen: Rauch und Alkohol haben auf Spielplätzen nichts verloren. Berlin übernimmt Verantwortung für den Schutz der Jüngsten und setzt ein deutliches Zeichen für mehr Rücksicht und Sicherheit im öffentlichen Raum. Wir sind es unseren Kindern schuldig“.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Foto: Frank Pfuhl