Hafen Rostock vermeldet neues Rekordhoch
18. Januar 2026
Hafen Rostock vermeldet neues Rekordhoch
18. Januar 2026

Hessens-FDP Fraktion: Neujahrsempfang unter dem Motto „Freiheit – Leistung – Eigenverantwortung“

FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr bei seiner Grundsatzrede (Foto: RRB)

Bereits im vergangenen November hatte Alexander Müller, Generalsekretär der FDP Hessen, in einem Rundschreiben mitgeteilt: „Ein neues Jahr bringt neue Aufgaben – und die Chance, gemeinsam Kurs zu setzen. Gerade in bewegten Zeiten sind persönlicher Austausch und Zusammenhalt entscheidend. Lassen Sie uns daher den Jahresauftakt nutzen, um gemeinsam nach vorn zu blicken – auf ein spannendes Jahr 2026, das uns mit der Kommunalwahl wichtige Weichenstellungen bereithält. In diesem Sinne möchte ich Sie schon jetzt auf eine besondere Veranstaltung der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag aufmerksam machen: Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, um 19:00 Uhr lädt die Fraktion herzlich zum traditionellen Neujahrsempfang im Kurhaus Wiesbaden ein. Als Ehrengast wird Christian Dürr, Bundesvorsitzender der Freien Demokraten, den Abend mitgestalten und Impulse zum politischen Jahresauftakt geben.“

FDP-Landesvorsitzender Thorsten Lieb (Mitte) mit zwei Gästen (Foto: RRB)

Und die Resonanz auf die Einladung war eindrucksvoll: Ca. 1.200 Besucher hatten sich zu dem genannten Termin in dem prachtvollen Wiesbadener Kurhaus eingefunden, über das es bei Wikipedia heißt: „Das Kurhaus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gehört zu den prunkvollsten Festbauten Deutschlands. Es ist der gesellschaftliche Mittelpunkt der Kurstadt Wiesbaden.“ Genauer: In dem durch die historische Pracht der Belle Époque beeindruckenden Friedrich-von-Thiersch-Saal.

Das Wiesbadener Kurhaus am Abend (Foto: RRB)

Den Auftakt der Redner machte allerdings nicht der Ehrengast, sondern als Vertreter der Gastgeber die beiden Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Frau Wiebke Knell und Dr. Stefan Naas. Beide gedachten zunächst der kürzlich verstorbenen früheren FDP-Chefin, Landtagsvizepräsidentin und Wissenschaftsministerin Frau Ruth Wagner, die bei den hessischen Liberalen einen legendären Ruf genossen hatte. Begrüßt wurden ferner frühere FDP-Minister, die Vorsitzenden der im Landtag vertretenen Fraktionen, Mitglieder der aktuellen Landesregierung und die Repräsentanten wichtiger Verbände. Und deutliche Worte gab es in Richtung der Landesregierung, die laut einen Bürokratieabbau versprochen, aber tatsächlich mehr als 1.250 neue Beamtenstellen in den Ministerien geschaffen habe. In Sachen „Brandanschlag“ in Berlin machte man deutlich: Demokraten dürften bei derartigen terroristischen Akten nicht schweigen oder auch nicht verharmlosen. Als einen Schwerpunkt liberaler Reformforderungen nannte man die Digitalisierung der Bildung. Insgesamt sei das Motto der hessischen Liberalen: Freiheit – Leistung – Eigenverantwortung.

Die Fraktionsvorsitzenden Frau Wiebke Knell und Dr. Stefan Naas (Foto: RRB)

Im Anschluss an die beiden Fraktionsvorsitzenden kam Hessens FDP-Chef Thorsten Lieb zu Wort. Er lobte die Besucher für ihre „richtige Entscheidung, an diesem Abend zur FDP zu kommen. Der Fraktion dankte er für „ihre hervorragende Arbeit“. Zugleich erinnerte er an die hessischen Kommunalwahlen am 15. März. Den Kommunen gehe es finanziell schlecht und er hoffe auf Erfolge der FDP, deren „DNA“ die Kommunalpolitik sei. Allgemein sei in diesen extremen Zeiten eine Politik mit Kompetenz und Pragmatismus gefragt. Er sprach auch die Ernennung des Begriffs „Sondervermögen“ zum Unwort des Jahre 2025 an, weil der Begriff verschleiere, dass es sich um neue Schulden handele, und von der damit verbundenen Staatsverschuldung ablenke. Wie auch immer: Diese Verschuldung werde auf den Rücken der jungen Generation aufgeladen.

Abschließend erteilte dann der Moderator, Parlamentarischer Geschäftsführer Oliver Stirböck, dem Hauptredner des Abends und FDP- Bundesvorsitzenden, Christian Dürr das Wort. Christian Dürr brachte die Enttäuschung über die neue Bundesregierung zum Ausdruck, die statt angesagter Verschuldungsreduzierung noch mehr neue Schulden mache. Die Politik sei nicht in der Lage, durch das Geld der Steuerzahler die Entscheidungen der Wirtschaft zu ersetzen. Geisteskraft und Kreativität müssten von der Wirtschaft ausgehen, nicht von der Politik. Biontech in Mainz zeige dies deutlich. Auch die Debatte über Brennerautos sei durch anmaßende Einmischungen der Politik geprägt. Die Menschen selbst müssten die Freiheit haben, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Auch müssten junge Familien wieder in die Lage versetzt werden, sich Vermögen zu schaffen. Weitere Themen des FDP-Vorsitzenden: „Soziale Sicherungssysteme und demografischer Wandel“ oder auch die niedrigen Ausgaben für Bildung. Das Fazit von Christian Dürrs lautete: „Bildung ist die Voraussetzung für Freiheit.“

Text/Foto: RRB