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Dr. Amin Al-Ghazali zur aktuellen Situation in Südarabien

Dr. Amin Al-Ghazali (Foto: Volker Neef)

Wir hatten unseren werten Lesern ja bereits mehrmals Herrn Dr. Amin Al-Ghazali vorgestellt. Hierzulande setzt er sich für die Schaffung eines Staates Südarabien ein.

Es kursieren Gerüchte, dass ein Separatistenführer offenbar den Jemen verlassen haben könnte. Wir sprachen darüber mit Dr. Amin Al-Ghazali.

HAUPTSTADTECHO: Was ist zu den Gerüchten Ihrerseits zu sagen?

Dr. Amin Al-Ghazali: „Diese Gerüchte stimmen nicht. Sie sind Falschinformationen“.

HAUPTSTADTECHO: Erläutern Sie das bitte.

Dr. Amin Al-Ghazali: „Der Südliche Übergangsrat bekräftigt sein fortgesetztes positives und verantwortungsvolles Engagement in verschiedenen politischen Initiativen und Dialogbemühungen. Er ist überzeugt, dass ein ernsthafter Dialog der beste Weg ist, gerechte Anliegen zu vertreten, allen voran das Anliegen der Bevölkerung des Südens.

In diesem Zusammenhang reiste am Dienstagabend, dem 6. Januar 2026, eine Delegation des Südlichen Übergangsrats unter der Leitung des Generalsekretärs, Scheich Abdulrahman Shaher Al-Subaihi, und mit mehreren Mitgliedern des Ratspräsidiums in die saudische Hauptstadt Riad, um an der bevorstehenden Konferenz zum Anliegen der Bevölkerung des Südens teilzunehmen. Dies unterstreicht die Offenheit und Bereitschaft des Rates, sich konstruktiv an jedem politischen Prozess zu beteiligen, der die Bestrebungen und legitimen Rechte der Bevölkerung des Südens berücksichtigt.

Gleichzeitig setzt Präsident Aidarus Qasim Al-Zubaidi seine Amtsgeschäfte von der Hauptstadt Aden aus fort und überwacht gemeinsam mit seinem Volk die Arbeit der militärischen, sicherheitspolitischen und zivilen Institutionen. Dies gewährleistet die Stabilität der Sicherheitslage, das Funktionieren der staatlichen Institutionen und die Wahrung von Sicherheit und Stabilität in der Hauptstadt Aden und den übrigen südlichen Gouvernements gemäß seinen übertragenen Aufgaben.

In einer Zeit, in der man auf eine Atmosphäre der Ruhe und Besonnenheit gehofft hatte, wurde der Südliche Übergangsrat von saudischen Luftangriffen auf Gebiete in der Provinz Al-Dhale‘ überrascht, die zivile Opfer, darunter Frauen und Kinder, zur Folge hatten. Dies stellt eine bedauerliche Eskalation dar, die dem erklärten Dialogklima widerspricht.

Der Rat äußert zudem seine tiefe Besorgnis darüber, dass er keine Verbindung zu seiner Delegation herstellen konnte, die vor wenigen Stunden in Riad eingetroffen ist, und dass es bisher keine offiziellen Informationen über ihren Aufenthaltsort oder die Umstände ihres Eintreffens gibt. Dies wirft ernsthafte Fragen auf, die dringend geklärt werden müssen.

Der Südliche Übergangsrat verurteilt diese ungerechtfertigten Luftangriffe und fordert die saudischen Behörden auf, die Bombardierungen unverzüglich einzustellen, die Sicherheit seiner Delegation in Riad zu gewährleisten und ihr sofortige Kommunikation zu ermöglichen. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für die Schaffung einer positiven Atmosphäre für einen ernsthaften und zielführenden Dialog. Der Rat ruft zudem seine Partner in der Region und die internationale Gemeinschaft dazu auf, aktiv und verantwortungsbewusst gegen diese Praktiken vorzugehen und die Einhaltung humanitärer und rechtlicher Grundsätze zu gewährleisten, um so den Weg zu Frieden und Stabilität zu unterstützen“.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text/Foto: Volker Neef