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8. Januar 2026Eine berühmte Krücke
Gehhilfe, im Volksmund "Krücke" genannt (Foto: A. Pfuhl)
Reinhold Franz Habisch kam in Berlin zur Welt.
Als Jugendlicher hatte er sich dem Radsport verschrieben und strebte eine Profikarriere an. Bei einem Unfall verlor er ein Bein und Reinhold Franz Habisch musste sich vom Gedanken, Sportprofi werden zu können, verabschieden. Mit Begeisterung nahm er als Zuschauer immer an Radrennen teil. Deutschlandweit bekannt wurde der Berliner, der den Spitznamen Krücke aufgrund seiner Gehhilfe trug, durch das Berliner Sechstagerennen. Der Komponist Siegfried Translateur (1875 bis 1944) hatte dem Berliner Sechstagerennen eine Komposition gewidmet. Bei der dritten Walzersequenz pfiff Reinhold Franz Habisch den dritten Takt laut mit. Erstmals war das 1923 der Fall gewesen. Die Pfiffe wurden europaweit bekannt und Radsportveranstalter luden den Berliner zu ihren Turnieren ein. In einem Spielfilm mit Hans Albers in der Hauptrolle hatte er eine Nebenrolle inne.
Später verdiente er seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Obst- und Gemüsegeschäft in Reinickendorf. „Krücke“ Reinhold Franz Habisch kam am 8.Januar 1889, heute vor 137 Jahren zur Welt. Er verstarb einen Tag vor seinem 75. Geburtstag in Berlin, am 7.Januar 1964. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem St.-Thomas-Friedhof in Neukölln.
Text/Foto: A. Pfuhl
























