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Preisverleihung für Schauspielkunst an Uwe Ochsenknecht

Uwe Ochsenknecht (Foto: Elena Zaucke)

Der Preis für Schauspielkunst 2025 geht an Uwe Ochsenknecht. Die Preisverleihung fand am 29. August 2025 in „Zeltkino B“ statt. Im Anschluss präsentierte das Festival den aktuellen Film „Die Ironie des Lebens“ (Deutschland 2025), Regie Markus Goller – mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle an der Seite von Corinna Harfouch.

„Vielen, vielen Dank für diesen besonderen Preis. Jeder Preis ist etwas Besonderes, aber dieser Preis ist wirklich etwas Besonderes, weil er aus der Heimat kommt. Es ist ganz wichtig, dass es solche Festivals gibt! Denn es gibt die Leute, die sich für den deutschen Film interessieren, wie hier in Ludwigshafen auf dem Festival. Das muss die Politik auch sehen. Deutschland ist da aktuell ganz hinten, das finde ich sehr schade. Ich hoffe, dass das besser wird und freue mich, dass ihr Euch hier alle für Kino interessiert. Vielen Dank, dass ihr da seid. Vielen Dank für den Preis. Ich freue mich“, so Uwe Ochsenknecht.

„Uwe Ochsenknecht wirft sich buchstäblich in seine Rollen hinein, da muss er sie schon sehr unwichtig finden, um sie einfach mal so zu erledigen. Er hat nichts dagegen, wenn es anstrengend wird, manchmal wie bei einem Hochleistungssportler. Wie gesagt: Statistisch 4,25 Filmrollen pro Jahr. (…)„Die Ironie des Lebens“, dieser Film, hat den Ausschlag gegeben. Denn hier in diesem Film, den Sie ja gleich sehen werden, da scheint sich alles verdichtet zu haben, dass dieser Uwe Ochsenknecht in seinem Schauspielerleben bisher erlebt und sich erarbeitet hat. Basierend auf einem klug verfassten Drehbuch und unter einer ebenso klugen Regie, geht es in diesem Werk um das, was zugleich das Leben des Uwe Ochsenknecht ausmacht, um´s Show Business, um das Leben auf der Bühne, um den in diesem Beruf irgendwie eingebauten Egozentrismus, der hier aber sozusagen zerlegt wird, zerlegt in die Bestandteile von Ruhm und Einsamkeit, groben Scherzen bei gleichzeitig romantischem Inneren. Aber halt: Wenn Sie denken, so, wie er das hier grandios spielt, so sei er auch selber, der Uwe Ochsenknecht, dann irren Sie. Die Rolle habe ihn zwar dazu bewegt, über sein Leben nachzudenken, erzählt er, und er habe all seine Erfahrungen in diese Rolle gelegt, aber es ginge ihm deutlich besser als dem Charakter, den er spielt. Er sei mit sich zufrieden, ergänzt er noch. Das ist gut, denn wir sind es auch, sehr sogar. Deshalb freuen wir uns, ihm unseren diesjährigen „Preis für Schauspielkunst“ zu“, sagte Intendant Dr. Michael Kötz.

Uwe Ochsenknecht (M.) erhält den Preis für Schauspielkunst (Arthur Bauer / FDDF)

Der Preis für Schauspielkunst geht traditionell an herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst. Er betont die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben und die dabei nicht nur für Glamour sorgen, sondern vor allem als wichtige Künstlerinnen und Künstler anzusehen sind.

Die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen:

Hanna Schygulla (2005)

Klaus Maria Brandauer (2006)

Katja Riemann (2007)

Nina Hoss / Devid Striesow (2008)

Hannelore Elsner (2009)

Moritz Bleibtreu (2010)

Andrea Sawatzki (2011)

Sandra Hüller / Otto Sander (2012)

Bruno Ganz (2013)

Anna Loos / Jan Josef Liefers (2014)

Corinna Harfouch / Mario Adorf (2015)

Maria Furtwängler / Ulrich Tukur (2016)

Martina Gedeck / Matthias Brandt (2017)

Iris Berben (2018)

Bjarne Mädel / Julia Koschitz (2019)

Ulrich Matthes / Claudia Michelsen (2021)

Verena Altenberger / Anne Ratte-Polle (2022)

Axel Milberg / Justus von Dohnányi (2023)

Christoph Maria Herbst / Joachim Król / Liv Lisa Fries (2024)

Ein Festival für alle

Ein Festival wie kein anderes. Mit über 120.000 Besuchern auf der Parkinsel Ludwigshafen am Rhein. Ein Ort der Begegnung von Publikum, Stars und Branche. Ein Filmfestival der neuen Art unter freiem Himmel und in Kinozelten mit über 1.000 Plätzen inmitten einer idyllischen Parklandschaft am Ufer des Rheins, 19 Tage lang im Spätsommer – vom 20. August bis 7. September 2025.

Text: Felix Neunzerling

Fotos: Elena Zaucke; Arthur Bauer / FDDF