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16. Februar 2026Stadt Frankfurt a.M. und chinesisches Generalkonsulat: „Mit Galopp in das Jahr des Pferdes“
Herr Generalkonsul Huang Yiyang (Foto: RRB)
Seit 2011 ist er eine gute Tradition: Der gemeinsame Empfang zum chinesischen Neujahrsfest (Chunjie) durch die Stadt Frankfurt am Main und das Generalkonsulat der VR China in Frankfurt.

Nach dem Veranstaltungsort im städtischen Rathaus „Römer“ im Jahre 2025 fand der Empfang dieses Jahr am 13. Februar in den Räumen der IHK Frankfurt statt. Und eine großen Besucherschar füllte den großzügigen Plenarsaal der IHK bis auf den letzten Platz. Unter den Besuchern natürlich zahlreiche Mitglieder der Stadtregierung, des Magistrats, und des Stadtparlaments, der Stadtverordnetenversammlung, aber auch bekannte Kommunalpolitiker aus der gesamten Region wie Herr Landrat Oliver Quilling vom Landkreis Offenbach. Aus dem Nachbarland Rheinland-Pfalz war sogar Herr Bürgermeister Michael Merz (Stadt Ransbach-Baumbach) angereist. Die Hessische Landesregierung war durch Herrn Staatssekretär Christoph Degen vertreten. Dazu gesellten sich Vertreter des konsularischen Korps, und aus Kambodscha nahm sogar S. E. Herr Minister Heng Sour teil.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete gemäß chinesischer Tradition der Löwentanz. Es folgte ein Film über die Aktivitäten im Konsularbezirk im zurückliegenden Jahr, angefangen von dem Empfang 2025 über Ereignisse wie etwa das Drachenbootrennen auf dem Main und den deutsch-chinesischen Städtegipfel.

Den Auftakt der Reden machte Herr Generalkonsul Huang Yiyang – weitgehend in deutscher Sprache – mit einem Dank an die IHK Frankfurt für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten und an die Stadt Frankfurt für die vertrauensvolle Kooperation beim gemeinsamen Neujahrsempfang seit 2011. Er erinnerte daran, dass der Begriff „KI-Ära“ von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum „Wort des Jahres“ 2025 gekürt worden sei. Die Bedeutung von KI wachse rapide in allen Bereichen, und Deutschland und China sollten sich auch auf diesem Sektor ergänzen. Mit Blick auf die Münchener Sicherheitskonferenz bemerkte er, gerade im Hinblick auf die zunehmend verworrene internationale Lage sei Kooperation um so wichtiger geworden. In China habe das Chunjie oder Frühlingsfest eine sehr hohe Bedeutung: Man ziehe Bilanz des alten Jahres und schaue mit Zuversicht dem neuen entgegen. Das beginnende Jahr sei das „Jahr des Pferdes“, eines Symboles für Kraft und Vitalität. Der Appell des Generalkonsuls: „Starten wir mit Galopp in das Jahr des Pferdes!“
Für die Stadt Frankfurt folgte eine nicht weniger beherzte Rede durch Frau Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg. Auch sie begrüßte die schöne Tradition des gemeinsamen Empfangs seit 2011. Das anstehende Jahr des „Feuerpferdes“ verspreche Energie und Leidenschaft, wobei sie auch persönlich das System der chinesischen Tierkreiszeichen besonders schätze. Sie hieß nicht nur die Besucherschar herzlich willkommen, sondern auch besonders den hohen Gast aus Kambodscha. Zugleich erinnerte sie an die große Internationalität der Stadt Frankfurt. Dies spiegele sich in der Intensität ausländischer, nicht zuletzt chinesischer Firmenaktivitäten in der Mainmetropole wider, die u.a. als bedeutender Finanzhub und als Logistikdrehkreuz ideale Standortvorteile biete. Lob erhielt die intensive Städtepartnerschaft Frankfurt – Guangzhou durch die Bürgermeisterin ebenso wie die Arbeit des Generalkonsulats, wobei sie das so attraktive Drachenbootrennen auf dem Main besonders hervorhob. Ihr Wunsch: Möge das Jahr des Pferdes der wirtschaftlichen Arbeit zusätzliche Energie und Kraft verleihen.
Herr IHK-Präsident Ulrich Caspar dankte eingangs Herrn Staatssekretär Christoph Degen für dessen besonderen Einsatz in Sachen Chinakooperation sowie dem chinesischen Generalkonsulat, dass man die IHK als Lokation für den Empfang gewählt habe. Frankfurt – „im Herzen von Europa“ – sei das Zentrum einer Region mit 2.500 Firmen und 20.000 Menschen aus China. Und dem Generalkonsulat sei für seine engagierte Arbeit an der weiteren Vertiefung der Beziehungen zu danken. Kritische Worte fand der Präsident für die Zollturbulenzen in jüngerer Zeit. Die Wirtschaft brauche Vertrauen. Stabilität in der Zollpolitik sei die Grundlage einer guten, verlässlichen Zusammenarbeit. In diesem Sinne überbrachte er seine guten Wünsche für die weitere deutsch-chinesische Kooperation.

Anschließend dann der musikalische Ausklang durch das Jugendstreichorchester „Strings Factory“. Für das folgende große Buffet war eine Köchedelegation aus Chaozhou/ Guangdong eingeladen worden, dessen Küche einen hervorragenden Ruf genießt. Unter dem Motto „The Walking Reunion Dinner“ – Eine kulturelle Erzählung der Chaozhou-Glücksgerichte“, wurden sechs Glücksgerichten und eine Kanne Gongfu-Tee angeboten. Auf diese Weise entfaltete sich eine kulinarische Reise der kulturellen Rückbesinnung nach dem Grundsatz: „Durch Speisen wird Kultur vermittelt, durch Geschmack Tradition bewahrt“.
Text/Foto: RRB























