
Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau Dagmar Frederic!
15. April 2026Autor Ákos Tóth: „Ungarn hat sich im Kern gegen das System von Viktor Orbán aufgelehnt“
(Foto: Volker Neef)
Kürzlich hatten wir den aus Ungarn stammenden Autor Ákos Tóth vorgestellt. Von ihm stammt das Werk „Nach der Eroberung. Wie Autokraten Medien kontrollieren. Insiderchronik der Übernahme unabhängiger Medien in Ungarn“ (Wahrheitsperlen Verlag, erschienen März 2026).

Die Wahl in Ungarn fand am 12. April statt. Wir sprachen mit Ákos Tóth über die Wahl. Im Zusammenhang mit dem Wahlergebnis sagt der Autor des Buches, Ákos Tóth: „Das Zweidrittelergebnis spiegele deutlich wider, dass sich Ungarn im Kern gegen das System von Viktor Orbán aufgelehnt habe.
Dazu habe es eines Herausforderers bedurft, der die bislang von den Oppositionsparteien zersplitterten gesellschaftlichen Kräfte unter einem gemeinsamen Dach vereinen konnte.
An Themen mangelte es nicht: Der noch verbliebene unabhängige Teil der ungarischen Medien – den Orbán im Falle eines Wahlsiegs weiter zurückgedrängt hätte – brachte fortlaufend neue, teils gravierende Skandale ans Licht. Diese wurden von der von Péter Magyar geführten Tisza-Partei durch eine breite Präsenz in den sozialen Medien und im direkten Kontakt mit den Wählern verstärkt und verbreitet.
So entstand bei der Mehrheit der ungarischen Bevölkerung der Eindruck, dass die von Journalisten und der Tisza-Bewegung vermittelte Realität glaubwürdig ist – während die von der Regierung verbreitete Propaganda nach 16 Jahren zunehmend als konstruiertes Zerrbild wahrgenommen wird.
Die gegenwärtige „Revolution“ gründet damit wesentlich auf der Arbeit der freien Presse“.
Text/Foto: Volker Neef























