Thomas Ruschin (AfD) tritt im September bei den Wahlen in Berlin an. Er kandidiert für das Amt des Bezirksbürgermeisters in Reinickendorf. Bereits von 2006 bis 2011 war er in Reinickendorf Bezirksstadtrat (damals für CDU). Wir sprachen mit ihm.

HAUPTSTADTECHO: Sie rufen dazu auf, den Schäferesse zu retten. Was bewegt Sie dazu?
Thomas Ruschin: „Der Schäfersee in Reinickendorf-Ost ist eine grüne Oase mitten in der Stadt: viel Natur, Schwäne, Fische und ein zentraler Ort der Erholung. Doch wer genauer hinsieht, erlebt derzeit das Gegenteil. Tote Fische in großer Zahl, jede Menge Müll und ein übler Gestank“.

HAUPTSTADTECHO: Wie kam es zu der Vermüllung im Schäfersee?
Thomas Ruschin: „Die Ursache liegt offen zutage: Die Straßenentwässerung fließt direkt in den See und spült Dreck und Unrat ins Wasser. Inzwischen muss eine Feuerwehrsperre nach dem starken Regen der vergangenen Woche den gröbsten Schmutz zurückhalten, während Flora und Fauna eines der schönsten Seen im Berliner Norden zerstört werden. Dabei gäbe es längst eine Lösung. Der Schäfersee braucht unbedingt – und zwar schnell – eine Retentionsanlage, die verhindert, dass jeder Straßendreck ungefiltert in den See gespült wird. Am Halensee in Charlottenburg sorgt seit 2007 eine eben solche Anlage dafür, dass das dort nicht passiert. Was in Charlottenburg funktioniert, muss auch am Schäfersee in Reinickendorf möglich sein! Deshalb fordere ich den Bau einer solchen Anlage und werde mich, so ich ins Amt gewählt sein werde, sofort um eine Umsetzung dieser Maßnahme kümmern.“

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.
Text: Volker Neef
Fotos: Volker Neef; Büro Thomas Ruschin
Video: Büro Thomas Ruschin