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Zum Abschied des mongolischen Botschafters, S.E. Herrn Mandakhbileg Birvaas

S.E. Mandakhbileg Birvaa beim Festakt zum Geburtstag Chinggis Khaans (Foto: RRB)

In diesen Tagen beendete der bisherige Botschafter der Mongolei in Deutschland, Seine Exzellenz Herr Mandakhbileg Birvaa, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, seine Tätigkeit in der Botschaft am Hausvogteiplatz in Berlin-Mitte. S.E. Herr Mandakhbileg hatte dieses Amt seit seiner Exequatur durch die Bundesregierung am 6.12.2021 ausgeübt.

Nun gehört der Wechsel eines Botschafters gewissermaßen zu den Regelmäßigkeiten des diplomatischen Geschehens. Aber im Falle von S.E. Herrn Mandakhbilegs, handelt es sich doch um einen besonders bemerkenswerten Fall, hat er doch über viele Jahre in besonderem Maße das „Gesicht“ der Mongolei in Deutschland geprägt.

S.E. Mandakhbileg Birvaa empfängt den aus früheren Dienstzeiten der Mongolei besonders verbundenen Dr. Michael Borchmann im traditionellen Deel (Foto: RRB)

Zunächst einmal: Blickt man auf seinen Lebenslauf, so sticht bereits seine besondere Beziehung zu Deutschland ins Auge. So studierte er bereits als junger Mann Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig (1983 bis 1987) und promovierte später an der Universität Heidelberg. Es bedarf daher keiner eigentlich keiner besonderen Erwähnung, dass er fließend die deutsche Sprache beherrscht. In der Mongolei, in der Hauptstadt Ulaanbaatar, war er in verschiedenen Funktionen im mongolischen Außenministerium tätig, unter anderem als Leiter der Europa-Abteilung, Leiter der Rechtsabteilung und Deutschland-Referent in der Politischen Abteilung des Ministeriums.

S.E. Mandakhbileg Birvaa (rechts) beim Gespräch über 100 Jahre Mongolische Verfassung (Foto: RRB)

Und es folgten zahlreiche Verwendungen in der Botschaft in Berlin. Von 2000 bis 2004 war er zunächst 3., dann 1. Sekretär in der Botschaft. Nach anschließender Verwendung im Außenministerium kehrte er von 2004 bis 2007 als Botschaftsrat nach Berlin zurück. Es folgte die für Diplomaten turnusmäßige Rückkehr in die Landeshauptstadt, bevor er von 2014 bis 2017 als Gesandter erneut eine Tätigkeit in Berlin aufnahm. Nach einer anschließenden Verwendung als Sonderbotschafter in Ulaanbaatar kam es schließlich 2021 zu seiner Bestellung zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter in Deutschland.

Und er hat in der Tat – im übertragenen Sinne – seinen „Fußabdruck“ in Deutschland hinterlassen. Das gilt beispielsweise für das jährliche deutsch-mongolische Volksfest in Schönefeld-Waßmannsdorf. Die Gemeinde Schönefeld pflegt seit 1999 eine Partnerschaft mit Bajangol in der Mongolei, einem Distrikt (Düüreg) der Hauptstadt Ulaanbaatar. Und seit mehr als 20 Jahren feiert man – in Anlehnung an das bedeutende mongolische Naadamfest – das genannte Volksfest im Juli. Und feierlich eröffnet werden diese jährlichen Volksfeste durch den mongolischen Botschafter, bis 2025 eben durch S.E. Herrn Mandakhbileg. Und dessen Verbundenheit mit der Gemeinde unterstrich diese mit den Worten, dass jener bereits in früheren Funktionen in der Botschaft dem Fest jeweils die Ehre erwiesen habe.

Der damalige Gesandte Mandakhbileg Birvaa (2. v.r.) beim deutsch-mongolischen Volksfest in Waßmannsdorf 2017 (4. v.r. der damalige Botschafter S.E. Tsolmon Bolor) /Foto: RRB

Auch in jüngster Vergangenheit machte der Botschafter durch gelungene Veranstaltungen auf die Bedeutung der Mongolei für die Entwicklung der globalen Kultur aufmerksam. So noch im vergangenen Oktober durch die Vorstellung von 100 Jahren Verfassungstradition der Mongolei in der würdevollen Staatsbibliothek Unter den Linden, oder auch im November 2025 den Festakt zum 863. Geburtstag Chinggis Khaans – auf Berlins Museumsinsel.

Es bleibt festzuhalten: Mit dem Ausscheiden S.E. Herrn Botschafter Mandakhbileg Birvaas aus dem Botschafteramt geht ein großer Kenner und man kann ergänzen Freund Deutschlands. Bayarlalaa (vielen Dank) Herr Botschafter!

Text/Foto: RRB

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