
Welt Malbec Tag in Frankfurt a.M. gefeiert
16. April 2026Ronald Gläser, MdB: „Mehr Wohnungen, bessere Schulen und weniger Migration“
Kristin Brinker und Ronald Gläser (Foto: Frank Pfuhl)
Ronald Gläser aus dem Bezirk Pankow gehört dem Deutschen Bundestag an. Wir sprachen mit dem AfD-Parlamentarier über die Pressekonferenz, die am 14. April stattgefunden hatte.
HAUPTSTADTECHO: Was können Sie uns über diese Pressekonferenz Ihrer Landespartei berichten?
Ronald Gläser, MdB: „Lassen Sie mich bitte so beginnen: Die erste Frage lautete: „Was führt die AfD im Schilde, wenn sie „neue Energie für Berlin“ verspricht? Mit dieser Frage einer Journalistin konfrontiert, antwortete die Spitzenkandidatin Kristin Brinker: „Wir wollen alle Kräfte auf Berlin konzentrieren und einen neuen Energiemix.“ Ein Atomreaktor in Berlin sei damit natürlich nicht gemeint, wenngleich die Partei einen Ausstieg aus dem Ausstieg herbeiführen will. In Berlin könnte mehr geforscht werden.
Auf der Pressekonferenz am 14. April zur Vorstellung der Wahlkampagne in Berlin ging es nicht nur um Plakatslogans und Werbefilme. Es wurden bereits einige inhaltliche Punkte diskutiert, auch wenn das endgültige Wahlprogramm erst im Mai verabschiedet werden soll“.
HAUPTSTADTECHO: Betrachten wir einmal die Spitzenkandidatin Frau Brinker. Was teilte sie mit?
Ronald Gläser, MdB: „Kristin Brinker nannte die wichtigsten Themen: „explodierende Mieten“, „zu viel Migration in Sozialsysteme“ und „überlastete Behörden“. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt sei von der Einwanderung nicht zu trennen. Die Partei teilt die Kritik an Vermietern nicht so, wie es die politische Linke seit geraumer Zeit tut. „Viele Vermieter sind Privatleute – und keine großen Immobilienbesitzer.“ Die Probleme entstünden eher bei den großen Wohnungsbaugesellschaften, auch staatlichen. Weil nicht mehr gebaut werde, sei Wohnraum knapp. Die AfD wolle Investoren anlocken. Zur Jahrtausendwende habe es ein Überangebot an Wohnungen gegeben, damals konnten sich Mieter die Wohnungen aussuchen. „Da müssen wir wieder hin“, so Kristin Brinker“.
HAUPTSTADTECHO: Was kam bezüglich der Verkehrspolitik zur Sprache?

Ronald Gläser, MdB: „Mein Parteifreund Rolf Wiedenhaupt aus dem Bezirk Reinickendorf, zugleich Wahlkampfleiter und Verkehrsexperte der Abgeordnetenhausfraktion, erinnerte daran, dass Verkehrspolitik wichtig und Mobilität auch mit dem Pkw vor allem in den Außenbezirken ein wichtiges Thema wäre. Andererseits unterstrich er die Notwendigkeit, sichere Verkehrswege für Radfahrer zu schaffen“.
HAUPTSTADTECHO: Die Schulpolitik spielte ja sicherlich auch eine große Rolle?

Ronald Gläser, MdB: „Der Abgeordnete Alexander Bertram aus dem Bezirk Treptow-Köpenick, wie Rolf Wiedenhaupt stellvertretender AfD-Landesvorsitzender, stellte die Reformvorstellung hinsichtlich weiterführender Schulen vor. „Noten sollen dabei stärker als bisher berücksichtigt werden“ forderte er. Die Partei zieht mit dem Slogan „In der Schule ist Deutsch Pflicht“ in den Wahlkampf. Alle Kandidaten gaben sich besorgt wegen der steigenden Gewalt an Berliner Schulen.
Auch die Fragen der Journalisten – es waren fast alle namhaften Berliner Medien anwesend – drehten sich im Wesentlichen um diese Themenkomplexe. Auf eine provokante Frage, was Kristin Brinker damit meine, wenn sie sage, die Welt müsse wieder auf Berlin schauen, antwortete die Spitzenkandidatin: „Berlin hatte mal viel international angesehene Forschung, Kultur und Schriftsteller – da müssen wir wieder hin.“

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.
Text/Foto: Frank Pfuhl
























