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Teil 2: Mobilität für Alle: Berliner Verkehrspolitik zwischen Infrastruktur und Systemsteuerung

U-Bahn (Foto: Volker Neef)

Stabilität vor Wachstum: Berliner Nahverkehr zwischen Kapazitätsgrenzen und Modernisierung

Der öffentliche Personennahverkehr bleibt das Rückgrat der Mobilität in Berlin. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung der Senioren-Union der CDU Berlin. Bei der Podiumsdiskussion im Konrad-Adenauer-Haus der CDU diskutierten Johannes Kraft, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Arne Herz, Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, Stefan Demuth, Leiter Tarif- und Erlösmanagement der BVG, sowie Matthias Oomen, Pressesprecher und Vorstandsmitglied von PRO BAHN Berlin-Brandenburg, Hauptstadt. Die Moderation übernahm Johannes Werner, Landesvorsitzender der Senioren-Union Berlin.

Matthias Oomen (Foto: Dr. Khalil Dindarian)

Auf dem Podium in der Konrad-Adenauer-Stiftung im Tiergarten am 16. April wurde deutlich, dass derzeit die Stabilisierung des bestehenden Netzes Vorrang vor einer schnellen Ausweitung des Angebots hat.

Arne Herz (Foto: Dr. Khalil Dindarian)

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs. Die Berliner Verkehrsbetriebe verfolgen derzeit die strategische Linie „Stabilität vor Wachstum“. Hintergrund sind personelle und technische Herausforderungen der vergangenen Jahre, die zu Einschränkungen im Betrieb geführt haben.

Nach Angaben der BVG konnte die Pünktlichkeit durch neue U-Bahn-Fahrzeuge bereits deutlich verbessert werden und liegt derzeit bei rund 99 Prozent. Größere Netzerweiterungen sollen erst erfolgen, wenn der Betrieb nachhaltig stabil organisiert ist.

Digitalisierung ermöglicht höhere Kapazitäten

Eine wichtige Rolle spielt dabei das digitale Zugsteuerungssystem „Communications-Based Train Control (CBTC)“. Durch präzisere Steuerung der Zugabstände können Taktungen verdichtet und vorhandene Strecken besser ausgelastet werden. Dadurch lässt sich die Leistungsfähigkeit des Netzes erhöhen, ohne zusätzliche Tunnel bauen zu müssen.

Die Diskussion verdeutlichte, dass zusätzliche Verkehrsangebote nur dann sinnvoll sind, wenn ausreichend Personal, Fahrzeuge und Infrastruktur vorhanden sind. Ein schneller Ausbau ohne stabile Grundlage könne zu weiteren Problemen führen.

Verbindung zwischen Berlin und Brandenburg bleibt entscheidend

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verbindung zwischen Berlin und dem Umland. Der Regionalverkehr übernimmt eine wichtige Funktion für Pendlerinnen und Pendler. Trotz bestehender Integration zwischen BVG, Deutscher Bahn und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bestehen weiterhin Herausforderungen bei Zuverlässigkeit und Kapazität.

Gerade an stark genutzten Strecken zeigen sich Engpässe, die langfristige Investitionen erforderlich machen. Eine bessere Abstimmung zwischen den Verkehrsträgern gilt als zentrale Voraussetzung für eine leistungsfähige Mobilität in der Metropolregion.

Text: Dr. Khalil Dindarian

Fotos: Volker Neef, Dr. Khalil Dindarian

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