
„Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“-Premiere im Schlosspark Theater Steglitz
15. März 2026Tag gegen Islamfeindlichkeit am 15. März in Berlin
Khadija Moschee, Gebetsraum (Foto: Frank Pfuhl)
Erstmals begeht man in Berlin den „Tag gegen Islamfeindlichkeit“.

In Berlin leben ca. 400.000 Muslime. Viele Muslime berichten insbesondere im Zuge der aktuellen Kriege im Nahen Osten von zunehmenden Anfeindungen. Gerade deshalb ist es ein wichtiges Zeichen, dass eine Stadt mit einer so großen muslimischen Bevölkerung diesen internationalen Aktionstag sichtbar begeht.
„Antimuslimische Diskriminierung und Gewalt nehmen seit Jahren zu. Allein 2024 gab es bundesweit einen Anstieg antimuslimischer Vorfälle von 60 Prozent, in Berlin sogar von rund 70 Prozent. Das zeigt: Antimuslimischer Rassismus ist kein subjektives Gefühl, sondern ein gesellschaftliches Phänomen, das sich in Abwertung, Bedrohung und Gewalt niederschlägt.“, sagte Imam Scharjil Khalid. Er ist Imam der Khadija Moschee in Berlin-Heinersdorf und Hauptstadtrepräsentant der Ahmadiyya Muslim Jamaat.

Der Aktionstag soll dazu beitragen, dieses Problem sichtbarer zu machen und gesellschaftliche sowie politische Maßnahmen gegen Diskriminierung zu stärken.
„Ein Gedenktag allein löst kein Problem. Aber er sendet ein wichtiges Signal: Diskriminierung darf nicht geduldet werden. Sichtbarkeit ist oft der erste Schritt, damit Politik und Gesellschaft handeln“, so der islamische Geistliche aus Berlin-Heinersdorf.
Text: Volker Neef
Fotos: Frank Pfuhl; AMJ
























