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2. Mai 2026
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2. Mai 2026Maidemo in Berlin: Mindestens zehn verletzte Polizeibeamte, über 60 Festnahmen, rund 50 Strafverfahren
Stephan Weh (Foto: GdP-Berlin)
GdP dankt allen Einsatzkräften für Großeinsatz am 1. Mai
Der 1. Mai ist der „Kampftag der Arbeiterklasse“. Arbeitnehmer machen an diesem Tag auf Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt aufmerksam. Das ist ihr verbrieftes Recht hierzulande und stellt unter Beweis: Hier funktioniert die Demokratie!

In einigen anderen Ländern wandern Arbeitnehmer, die sich friedlich versammeln und ihre Rechte einfordern, in den „Knast“. Schlimmstenfalls werden sie auf offener Straße erschossen. In Berlin nutzen einige Demonstranten den 1. Mai 2026 erneut als Angriffstag auf Repräsentanten des Staates, allen voran auf Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter. Der 1. Mai dient als Schutzschild für die Angriffe dieser Chaoten und beschmutzt den ehrbaren „Kampftag der Arbeiterklasse“.

Berliner Feuerwehrleute, Symbolbild (Foto: Frank Pfuhl)
Zum 1. Mai 2026 in Berlin äußerte sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin.
Sie teilte mit, dass die Entwicklung weiter in die richtige Richtung geht, doch aufgrund von mindestens zehn verletzten Polizeibeamten zieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein gemischtes Fazit zum 1. Mai und kann weiterhin nicht von einem friedlichen Tag sprechen. Zwar haben Polizei und Feuerwehr bei gut 90 Versammlungen und Veranstaltungen einen hochprofessionellen Job gemacht und jegliches Gewaltpotenzial in den Griff bekommen. Leider trübt die Nacht in Kreuzberg, bei der wieder Gegenstände auf die Einsatzkräfte geworfen und Pyrotechnik abgebrannt wurden, die Gesamtbilanz eines Feiertages, an dem Hunderttausende auf den Straßen friedlich demonstriert und gefeiert haben.
„Ich wünsche meinen mindestens zehn verletzten Kolleginnen und Kollegen alles Gute und hoffe, dass der diesjährige 1. Mai keine bleibenden Spuren bei ihnen hinterlässt. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften der Berliner Polizei, der Berliner Feuerwehr, der Ordnungsämter und der Unterstützungseinheiten. Unsere Hauptstadt mag gern für politische Stammtischreden durch den Kakao gezogen werden. Wir haben an den letzten beiden Tagen aber einmal mehr mit Bravour bewiesen, dass wir Großlagen können wie kein anderer. Das war von A bis Z eine Meisterleistung, sowohl einsatztaktisch als auch in der Umsetzung, und verdient allergrößten Respekt. Einsatzleiter Stephan Katte hat in den brisanten Situationen, die es entlang der revolutionären Abend-Demo gab, stets die richtigen Entscheidungen getroffen, alle Einsatzkräfte haben kühlen Kopf bewahrt. Das ist angesichts der rund 90 Versammlungen und Veranstaltungen, der parallel zu bewältigenden alltäglichen Kriminalitätslage einer vier-Millionen-Menschen-Metropole, der stark versuchten Mobilisierung der linksextremen Szenen mit allen Themen bis auf Timmy der Wal, der vielen Menschen auf engem Raum und des sagenhaften Alkohol- und Drogenkonsums im öffentlichen Straßenland gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so GdP-Landeschef Stephan Weh.
In der Tat kam es im Zuge der revolutionären Demo, die in diesem Jahr um 19.30 Uhr vom Oranienplatz startete, auch am Görli vorbeiführte und eine sehr heterogene und völlig unübersichtliche Blockstruktur aufwies, neben lautstarken Parolen gegen die Polizei auch zu Gewalttaten und dadurch auch immer wieder zu notwendigen polizeilichen Maßnahmen. Doch aufkeimende Ausschreitungen bekamen die Einsatzkräfte stets sehr schnell wieder in den Griff. „Auch mit Blick auf die hohen Temperaturen am Tag und die knallende Sonne sind wir sehr stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen und haben einen riesigen Respekt davor, was sie hier abgeliefert haben. Mit dem Bundesligaspiel 1. FC Union gegen Köln geht es heute für unsere Hauptstadtpolizei gleich in den nächsten Großeinsatz, nächste Woche wartet der 8./9. Mai. Das ist eine Taktung, die niemand anderes hat und eine unglaubliche Dauerbelastung für das Privat- und Sozialleben sowie die Gesundheit meiner Kolleginnen und Kollegen. Das sind hauptstadtbedingte Aspekte, die endlich auch der Bund entsprechend anerkennen muss.“
Text: Volker Neef
Fotos: Volker Neef, Frank Pfuhl
























