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 „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“-Premiere im Schlosspark Theater Steglitz

Ensemble von „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (Foto: Dr. Khalil Dindarian)

Am 14. März Abend feierte „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ im Schlosspark Theater in Steglitz Premiere. Die neue Bühnenfassung nach dem Roman von Thomas Mann (1875 bis 1955) ist eine nachträgliche Hommage an den Schriftsteller zu seinem 150. Geburtstag.

Regisseur Frank-Lorenz Engel hat den berühmten Roman zu einem temporeichen und sprachlich lebendigen Theaterabend verdichtet, der die feine Ironie von Thomas Mann aufgreift und zugleich überraschend aktuelle Fragen stellt: Wie viel Selbstinszenierung steckt in unserer Identität – und wer entscheidet eigentlich, was echt ist?

Im Mittelpunkt steht Felix Krull, der Sohn eines bankrottgegangenen Sektfabrikanten. Schon früh entdeckt er sein Talent zur Selbstverwandlung. Mit Charme, Witz und viel Geschick nutzt er jede Gelegenheit, um im Leben weiterzukommen. Als Liftboy, Charmeur oder vermeintlicher Aristokrat folgt er seinem Lebensmotto „Corriger la fortune“ – dem Glück ein wenig nachzuhelfen. Sein Weg führt ihn vom Rheingau bis in die feine Gesellschaft von Paris.

Die Bühne wechselt dabei immer wieder und zeigt die verschiedenen Orte eher angedeutet – vom Rheingauer Winzerdorf bis in die mondäne Pariser Gesellschaft. Das Bühnenbild von Su Sigmund ist ständig in Bewegung und spiegelt die vielen Identitätswechsel von Felix Krull wider. Die Musik von Valentin von Lindenau begleitet diese Atmosphäre zwischen Schein und Wirklichkeit.

In der Titelrolle überzeugte Adrian Djokić als Felix Krull. Mit viel Charme, Humor und einem feinen Gespür für Zwischentöne zeigt er einen jungen Mann, der die Welt als Bühne versteht und sie mit Witz und Intelligenz für sich zu nutzen weiß. An seiner Seite spielen Alexa Maria Surholt, bekannt aus der ARD-TV-Serie „In aller Freundschaft“, sowie Marie Schröder, Gerhard Mohr, Oliver Nitsche und Jakob Wenig. Gemeinsam verkörpern sie insgesamt 29 Rollen und lassen das gesellschaftliche Panorama um 1900 lebendig werden.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben das Publikum an diesem Abend wirklich begeistert. Mit viel Können, Spielfreude und Präsenz haben sie das Stück lebendig, unterhaltsam und sehr eindrucksvoll auf die Bühne gebracht.

Christiane Zander und Dieter Hallervorden (Foto: Dr. Khalil Dindarian)

Bei der Premiere war auch der Hausherr, Intendant Dieter Hallervorden mit Gattin Christiane Zander anwesend. Außerdem waren weitere Prominente unter den Gästen, darunter Norbert Kopp. Er war von 2006 bis 2016 Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf war. Es war ein gelungener Premierenabend, der beim Publikum viel Beifall bekam.

Mit dieser Inszenierung lädt das Schlosspark Theater noch bis zum 26. April 2026 zu einer ebenso unterhaltsamen wie klugen Begegnung mit einem literarischen Klassiker ein. Der Theaterabend zeigt, wie aktuell Thomas Manns Blick auf Selbstinszenierung, gesellschaftliche Rollen und Maskerade bis heute geblieben ist.

Text/Foto: Dr. Khalil Dindarian

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