
Reinickendorf: Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
11. Mai 2026Reinhard Frede (FDP): „Noch knapp 130 Tage bis zur Wahl in Berlin“
Reinhard Frede (Foto: Volker Neef)
Reinhard Frede gehört der BVV Tempelhof-Schöneberg an. Der FDP-Kommunalpolitiker ist dort der Alterspräsident.
Der Liberale nahm am 9. Mai am 92. Landesparteitag der Berliner FDP teil, der in Neukölln stattgefunden hatte. Nach dem 92. Landesparteitag der Berliner FDP sprachen wir mit Reinhard Frede.
Er teilte mit: „Als Mitglied der Berliner FDP höre ich immer wieder dieselbe Frage: „Schafft Ihr das? Kommt ihr wieder ins Abgeordnetenhaus von Berlin?“
Die Antwort auf diese Frage werden wir am 20. September dieses Jahres sehen! In Berlin wird alle 5 Jahre gewählt. Es geht um die Wahlkreiskandidaten für das Abgeordnetenhaus, die Kandidaten für die Landesliste und die Bezirksverordnetenversammlungen. Dort diskutieren die Kommunalpolitiker über Bebauungspläne und Baugenehmigungen, über Verkehrsfragen sowie die Neuaufteilung des Straßenraums.

Am 9. Mai fand ja der Landesparteitag statt. Gewählt wurde ein neuer Landesvorstand. Die Diskussion über das Wahlprogramm kostete am meisten Zeit. (insgesamt 98 Seiten). Zum Beispiel das Thema Bildung: Jedes Jahr verlassen zirka 5000 Schüler die Schule ohne irgendeinen Abschluss. Sie haben keine Ausbildungsreife.
Bei den bundesweiten Vergleichsarbeiten in den unterschiedlichen Klassenstufen liegen Berlin und Bremen immer noch am untersten Ende der Leistungstabelle. Es mangelt an Kenntnissen beim Lesen, dem Textverständnis, an Rechtschreibung und Mathematik.
Ausbildungsbetriebe beklagen immer wieder die mangelnde Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger. Diese können ihren Lebensweg unmöglich in der sogenannten „Onkelökonomie“ verbringen. Gemeint sind Dönerbuden sowie Obst- bzw. Gemüsehandel.

Deshalb ist es von außerordentlicher Bedeutung, dass Schulanfänger aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird, zwei Jahre vor der Einschulung einen Sprachtest machen. Wenn dort ein Förderbedarf festgestellt wird, wäre eine obligatorische KiTa -Zuweisung angezeigt oder eine andere Sprachförderung. Am besten wäre es, auch die Eltern bei der Alphabetisierung und der Sprachförderung zu ertüchtigen, damit sie ihre Kinder unterstützen können. Vielleicht eine Aufgabe für die Volkshochschulen…
Bei den Schulanfängern sind die Bezirksämter für die Förderung verantwortlich. Doch daran mangelt es häufig. Hier will die FDP für Abhilfe sorgen. Generalsekretär Peter Langer forderte: „Wir müssen uns wieder mehr zutrauen!“
Zum Beispiel bei der durch Kapitaldeckung ergänzten Altersvorsorge: „Börse statt Bas!“ Andere europäische Länder machen uns vor wie das funktioniert. Manchmal hilft schon ein Blick über den Tellerrand. Der Dichter Christian Morgenstern formuliert es so: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es!“
An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei Herrn Reinhard Frede für das Gespräch.
Text/Foto: Volker Neef
























